Ob es noch geht? Der Versuch eines Vorwortes…

Der 18. 9. 2016 ist der richtige Tag um ein Vorwort zu schreiben. 

Das Leben ist erfüllt mit Arbeit. Das Praktizieren der Zahnheilkunde ist ein Beruf, der den Praxisbetreiber fordert. Er ist Berufung. Die Träume, unsere Welt intensiv zu bereisen habe ich nur durch Bücher und Fernsehberichte gelebt. Nur in Gedanken bin ich mit Horst Büscher nach Moskau gewandert, war mit Landolf Scherzer entlang der ehemaligen Deutsch- Deutschen Grenze unterwegs, habe Dieter Kreuzkamp auf seinen Unternehmungen mit dem Fahrrad, oder auf dem Wasser begleitet.

Ob es noch geht? Ob wir das auch können? Jetzt wo wir die 60 bereits überschritten haben? Gut, auch wir waren gut unterwegs: Mit dem Rad, oder mit dem Kanu, zuletzt wiederholt und auch länger zu Fuß. Auch wir haben im Zelt geschlafen, am Lagerfeuer gesessen, und unseren Rucksack getragen. Manches war schön, manches war großartig, manches war anstrengend und spektakulär. Anderes einfacher und trotzdem sehr nett. Keines wollen wir missen, obwohl die eine oder andere Erinnerung bereits verblasst.

Ob es jetzt noch geht, auf eine längere Tour zu gehen? Das beschäftigt mich seitdem ich 60 bin. Einmal länger unterwegs sein, so wie die heutigen Abenteurer, deren Berichte ich mit Begeisterung und Neid, ja mit Bewunderung immer wieder aufs Neue gern gelesen habe.

Ob das noch geht, 6 – 8 Wochen unterwegs zu sein? Ohne das vertraute Gehöft im Spreewald, ohne unsere Arbeit mit den uns vertrauten Patienten, ohne den gewohnten Ausgleich durch die Heimarbeit im Garten, ohne das Säen, das Beobachten beim Wachsen und Gedeihen, ohne das Ernten unserer frischen Obst- und Gemüsefrüchte? Wird es gehen, ohne die gewohnten Ausgleichstouren auf den bekannten ruhigen, ja einsamen Lauf- und Radwegen durch den herrlichen und von uns so geliebten Spreewald? Und – werden uns Freunde, Bekannte, Nachbarn, die Mitarbeiter (innen), wird uns unsere Familie fehlen? 

Wird es gehen, auf dem Rad durch Amerika zu reisen? 4 Wochen lang mit kleinem spartanischem Gepäck, in einem Land das mancherorts keine Fuß- und Radwege kennt, das für Automobilität steht wie kein anderes auf dieser Welt. Werden Muskeln, Gelenke und der Po mitspielen, täglich 60 bis 80 km zurückzulegen, im Sattel. Weiter, immer nur weiter, zuerst bis zu den großen See’n, zu den Niagarafällen, nach Cleveland, dann bis Chicago und Milwaukee. Und dann hinein nach Minnesota… Auf geht’s wird es dann heißen: Cathy und Al warten!

7 Gedanken zu „Ob es noch geht? Der Versuch eines Vorwortes…“

  1. Wir wünschen euch eine gute und vor allem ruhige, erholsame Seereise, ein ruhiges Meer und viel Spaß auf dem Schiff….wir hoffen und wünschen, dass ihr die Zeit genießen könnt! Liebe Grüße von den dreien aus Ortrand

    1. So richtig ruhig ist das Meer nicht, aber es geht uns gut.Langsam finden wir uns zurecht und gewöhnen uns aber nur schwer an diesen entschleunigten Rhythmus. Gruß, von Ru & Ro.

  2. Hallo Ihr Weltenbummler mit Schiff und Rad. Wir sind im Gedanken bei euch, wünschen eine gute Seereise und später einen festen Popo der die Kilometer die Ihr euch vorgenommen habt,gut ab kann. Sammelt all die Eindrücke die Ihr euch erträumt habt und bleibt Gesund. So eine Reise macht man nur einmal im Leben und die wird euch gelingen, das glauben wir und umarmen euch aus der ferne. Liebe Grüße von dem Löschener Kobels-Clan

    1. Danke für Euren Kommentar, diese Überfahrt ist auch mal eine interessante Erfahrung, aber ich glaube wir werden froh sein wenn dann die Herausforderungen in NY und auf unserer Radtour beginnen. Immer so ein Müßiggang, das ist auf Dauer von uns nicht auszuhalten. Gruß vor allem an Georg, auch an Eure Mutti, und morgen einen schönen gemeinsamen Tag, herzlichst Ruth und Roland

      1. Hallo Ihr zwei, die Grüße richten wir morgen aus. Wollen Sonntagsbranch machen und freuen uns dass alle da sind. Werden von euch berichten und verfolgen ebenso wie Anke aufmerksam eure Berichterstattung. Freuen uns das es euch gut geht und wissen ja auch das man so schnell nicht drei Gänge runter schalten kann, besonders wenn man immer sehr aktiv ist – wie Ihr es seid. Aber Ihr werdet sehen auch die RUHE und GELASSENHEIT tut mal gut, das kommt denn erst nach ein paar Tagen. Wünschen euch weiterhin eine gute Seereise mit den dazugehörigen Eindrücken.
        LG Roland u Petra

  3. Ein liebes HALLO zu dieser Stunde auch von uns hier aus CB an Euch beiden auf der QM2! Schön euch so relaxt und schick anzusehen( schönes Foto). Auch wenn es dir, Roland, schwer fällt ein wenig die Ruhephase zu genießen, sieht man es dir nicht an. Drei x Daumen hoch ;o)….. übrigends der Tipp von Friedel ist doch perfekt für „langeweilestunden“. Jedenfalls freuen wir uns mit euch das es euch gut geht. Ganz liebe Grüße auch von Mutti und Papa, auch die beiden wünschen euch einen schönen Entspannten und Erlebnisreichen Urlaub. Ich halte sie auf dem laufenden. Haben gestern übrigens schön und vor allem gesellig in Löschen beisammen gesessen. Es gibt einen neuen-alten Plan den Backofen auf zu bauen. Schirmherren „die Kobel-Brüder“! Die beiden waren wieder sehr gut drauf und es war herrlich anzusehen. Vielleicht schickt dir Anke ein Foto von den beiden Hütchen trägern. Gut war auch das Anke u Bernd kamen und Onkelchen nicht mit dem Zug zurück fahren musste. So nun ist es nicht mehr sooo lange hin und Ihr lauft in NY ein. Dann geht euer Nostalgie-Tripp mit dem Rad in die vollen. Vergesst dann nicht euch den Podex zu salben, sonst gibt es Lederpopos.
    LG senden Sandi mit Fam., Thomas u Laura, Ines u Jens, Mutti u Papa sowie Roland u Petra
    PS freuen uns auf die nächsten Bilder und Berichte

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