A day aboard – Ein Tag an Bord

Heute wird der Schalter mal wieder umgelegt. Es kann nicht nur Müßiggang und Essen und Faulenzen geben. Ich nutze die vielfältigen Möglichkeiten, die angeboten werden, so gibt es wohl keine Ruhepause. Es wird einfach nur ein toller Tag mit vielen Erlebnissen und Begegnungen. Zumal es draußen grau ist, und wieder und wieder regnet. Dazu bläst ein rauher Wind. Zwar nicht so heftig wie gestern, bei Windstärke 7 – 8, als Außenbereiche sogar gesperrt waren, doch trotzdem sind nur wenige kurzzeitig auf den Außendecks unterwegs.

04:45 Uhr – Nach 3 x -iger Zeitumstellung, zu Hause ist es bereits 3/4 8, bin ich zeitig wach und kann nicht länger schlafen. So bin ich nicht der erste am zeitigen Morgen in der Carinthia Lounge. Ein paar „Bettflüchtige“ sind schon vor mir da, haben einen ersten Kaffee, träumen vor sich hin, lesen oder schwatzen, sitzen auf jeden Fall dem Reinigungsteam im Wege. Offiziell gibt es schon ab 5:00 ein erstes continental breakfast. Ich sitze in einer ruhigen Ecke und schreibe. Gegen 1/2 6 erscheinen 2 Phillipinos vom Reinigungsteam mit ihrem Tray: Staubsauger, Wischmob, Lappen. Ich nutze die Chance und befrage Jerry (24) …                                                                    Dann sind da noch Ben(78), Rentner aus South Carolina und Clint(54), Chemieingenieur aus Perth in Westaustralien. Auch sie sind Frühaufsteher, klar wir sind bald im Gespräch…

06:30 Uhr – Ich verschwinde im Fitnessstudio, denn es ist kein Draußenwetter. Ich fahre 16 km Rad, dann überwinde ich mich doch und trabe draußen ein paar Runden. Bei Regen, 10’C und Windstärke 7. Inzwischen hat Ruth meinen Platz auf dem Fahrrad-Hometrainer eingenommen.

08:00 Uhr – Wir gehen frühstücken.

09:30 Uhr – Bridge für Anfänger, das bringt mir nicht viel, zum Kartenspielen reicht mein Wortschatz nicht wirklich.

11.00 Uhr – Vortrag: New York’s World Trade Center 1973 – 2014, das ist sehr interessant.

12:00 Uhr – Mittagessen im Kings Court Buffet

13:00 Uhr – Planetarium: Stars over the Atlantic. Das ist nett, es geht darum wie die Sterne frühere Seefahrer über den Atlantik leiteten.  Helena, eine deutschsprachige Hostess betreut die Besucher. Anschließend nutze ich gleich die Möglichkeit und den unkomplizierten Kontakt um sie zu Cunard, die anderen Schiffe, die Geschichte und das Arbeitsleben hier auf der Queen Mary 2 als Angestellte zu interviewen.

15:30 Uhr – Mega weiße Zähne mit MEGAWHITE, so einen Kurzvortrag kann ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin der einzige Interessierte, und es bringt weder mir etwas, weder zahnmedizinisch, noch sprachlich. Und auch für die Vortragende ist es nicht erfolgreich, denn ich lass mich nicht zur Behandlung überreden. Aber wir nehmen es beide gelassen und mit Humor.

17:30 Uhr – Ich beende meinen Blogbeitrag und bereite mich auf das Abendprogramm vor…

Ach so: Ruth faulenzt und hat so einen recht entspannten Tag.



3 Gedanken zu „A day aboard – Ein Tag an Bord“

  1. Hallo…wir haben uns gerade köstlich amüsiert über deinen /euren Tagesablauf und herzlich gelacht…auf jeden Fall sind wir froh,dass es euch gut geht…und schön,wenn ihr alle Angebote nutzt…weiter so!!!!

  2. Kaum zu glauben, dass nur du dich für ‚megawhite‘ interessierst. Da musste ich doch ein wenig lachen, durch und durch der Zahnmediziner. Auch schmunzle ich darüber, dass du keinen Tag richtig Müßiggang aushälst… Ich hoffe dennoch du übst dich weiterhin darin mal NICHTS zu tun! Hinsetzen, lesen oder mal nur rausschauen und die Gedanken schweifen lassen. Oder wie wäre es mit einer Massage?! Eine wirkliche Denkaufgabe fällt mir da ein, inspiriert von Helen und Jiggy: erstelle doch mal eine „bucket list“. Was das ist? Eine Liste mit Dingen, die du gerne in deinem Leben noch machen möchtest. Nicht abwinken jetzt. Denk doch mal ernsthaft drüber nach! Orte, die du bereisen möchtest; Hobbies, die du ausprobieren möchtest; Herausforderungen, denen du dich stellen möchtest; Spezialitäten, die du probieren möchtest, usw. – Sohn gezeugt, Haus gebaut, Baum gepflanzt… alles erledigt. Vielleicht könnte drauf – Polarlichter richtig sehen, mit dem Enkel SR fahren oder Grand Canyon sehen, von der Freiheitsstatur spucken….

    1. Welch grandiose Idee…auch das inspiriert uns zum Nachdenken…denn das Leben ist so lebenswert und schön…man muss es nur genießen…auch mal in Ruhe

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